Leserbrief der

vom 13.04.2024

Aktivitäten im Hamsterrad

▶ Betrifft: Artikel „Klare Schritte zur Umsetzung“ (EJZ vom 3. April)

Es gibt immer noch Landesparlamentsmitglieder, die Hochwasserschutz und Naturschutz als Gegensätze darstellen. Hochwasserschutz durch weitere Einengung der Fläche, die den Flüssen zur Verfügung steht, oder Erhöhung vorhandener Deiche sind Hamsterrad-Aktivitäten. Die Maßnahmen dauern Jahrzehnte, die Realität hat uns dann schon mit höheren Pegeln und Meeresspiegelanstieg überholt.

Regionsübergreifende Deichrückverlegungen müssen in Angriff genommen werden, vielleicht auch Bauland und Ackerland wieder in Überschwemmungsgebiete rücküberführt werden. Neben der Klimakrise gibt es aber auch die Biodiversitätskrise, um die sich der Naturschutz vornehmlich kümmert. Bedroht wird menschliches Leben nicht nur durch Wasseranstieg, sondern auch unsere Versorgungssituation durch tote Böden, belastetes Wasser sowie fehlende Bestäuber.

Langfristiges Denken ist gefragt

Um klug zu handeln, brauchen wir Maßnahmen, die beides vereinen, Hochwasser- und Naturschutz. Das geht aber nur durch langfristiges Denken und Handeln, nicht mit populären Slogans angesichts anstehender Wahlen.

Barbara Khanavkar,
Vietze

Bearbeitet am: 13.04.2024/ad

www.ejtz.de

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