Leserbrief der

vom 24.07.2025

Zeit, nach vorne zu gehen

▶ Betrifft: Wasserversorgung im Wendland

Ich gehe davon aus, dass jedem Bürger des Wendlands bewusst ist, dass Wasser immer knapper wird aufgrund des Klimawandels. Wenn man hier etwas Positives erreichen will, dann sollte man sich dessen bewusst werden, dass jeder von uns im Augenblick unverantwortlich mit dem Verbrauch von Wasser umgeht.

Früher im Überfluss

Hochdeutsch gesprochen bedeutet dies: Mit Trinkwasser reinigen wir unsere Autos, bewässern den Garten, spülen wir unsere Abfälle, angefangen von der Verdauung, über Entsorgung unseres Schmutzwassers zum Beispiel in unsere Kläranlagen und weiter in die Flüsse, ja sogar in das Grundwasser selbst. Wir können nichts dafür, es ist zurzeit so gewollt. Hatten wir in der Vergangenheit doch Wasser im Überfluss. Eine einzige Zu- und eine Abwasserleitung sind der Grund dafür.

Trinkwasser ist zu wertvoll, um damit Müll zu transportieren

Heute jedoch müssen wir dringend umdenken. Es wird höchste Zeit! Was ist zu tun? Wir müssen das Trinkwasser dringend aus diesem zurzeit bestehenden System herausnehmen, uns anders mit Trinkwasser versorgen. Trinkwasser ist zu wertvoll, als dass wir damit Müll transportieren. Zudem ist das Trinkwasser der kleinste Teil der Wasserversorgung.

Ich denke, dass die anderweitige Versorgung mit Trinkwasser relativ unkompliziert möglich ist. Wir Bürger müssen nur akzeptieren, dass wir unser Trinkwasser nicht mehr per Wasserhahn beziehen. Die Politiker müssen verstehen, dass das unser aller Wunsch ist. Wir, die Bürger, sollten die Verwaltung und die Versorger dazu bewegen, umzudenken, besser jedoch wäre es, wenn wir mit Argumenten überzeugen könnten.

Lohnt es sich, eine Bürgerbewegung zu gründen, müssen wir das, um etwas zu realisieren? Ich denke, wenn die Politiker verstehen, dass wir das wollen, dann sollte dies sehr harmonisch über die Bühne gehen.
Wir, die Bürger des Wendlands, sollten akzeptieren, dass wir uns mit Trinkwasser auch mittels Flaschen zum Beispiel selbst versorgen können. Kranke Menschen sollten selbstverständlich durch die Gesundheitsdienste versorgt werden, dies zum Beispiel muss gewährleistet sein. Wir, jeder von uns, würde so einen großen Schritt nach vorne gehen – in unser aller Interesse! Die gute alte Wasserleitung würde so entlastet werden. Wir alle würden einen ganz wichtigen Schritt in Richtung Natur gehen und unter Umständen zum Musterländchen der Republik werden. Ich denke, es lohnt sich, darüber nachzudenken, besser noch zu handeln!
Ich habe am eigenen Leib erfahren, dass so oder vergleichbar die Trinkwasserversorgung völlig problemlos funktionieren kann. Ich hoffe, mit meinen Zeilen etwas zu bewegen in unser aller Interesse. Vertun wir keine Zeit.
 

Jörg Meurer
Klein Gusborn
 

Bearbeitet am: 24.07.2025/ad

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