Leserbrief der

vom 12.09.2026

Über den Grenzwerten

Betrifft: Nitrat im Grundwasser

Die Untersuchungen der VSR-Gewässerschutz, über die kürzlich der Elbe-Jeetzel-Kiebitz berichtete, weisen schon seit Jahren eine zu hohe Nitratbelastung im Grundwasser nach.

Schon seit 1991 gibt es die EU-Nitrat-Richtlinie, die besagt, dass die Nitratbelastung von 50 mg/l nicht überschritten werden darf. Seit 1992 gibt es in Niedersachsen ein besonderes Modell zum Schutz unseres Grundwassers. Finanziert wird es durch eine Abgabe auf Wasser („Wassergroschen“) sowie Fördermittel von der EU und dem Land Niedersachsen.

Jetzt wird im Rahmen einer Untersuchung für PPV-Anlagen das Wasserschutzgebiet Kähmen – Trinkwasser für die Region – nachgewiesen, dass dort schon seit Jahren eine viel zu hohe Nitratbelastung aufgrund der intensiven Landbewirtschaftung vorliegt. Die Messwerte zeigen deutlich wesentlich höhere Belastungen über den zulässigen Grenzwerten seit 2012 an. In einem Wasserschutzgebiet ist eine intensive Landbewirtschaftung und das Einbringen von wassergefährdenden Düngern verboten. Nach wie vor wird im Wasserschutzgebiet vorrangig Mais angebaut. Auch hier stellt sich die Frage: Was hat die zuständige Untere Wasserbehörde beim Landkreis unternommen? Auch dem Wasserverband Dannenberg-Hitzacker und den politischen Vertretern in der Verbandsversammlung dürften diese Ergebnisse bekannt sein. Vom Landkreis bekomme ich auf Nachfrage zur eigentlichen Frage keine Antwort. Auf der Internetseite finde ich dann den Appell der Landrätin „Wasser ist die Grundlage allen Lebens, wir müssen gemeinsam daran arbeiten Wasser zu sparen“. Geht es nicht genauso oder viel mehr darum, unser Wasser vor Belastungen zu schützen? Wasser ist unser Lebensmittel Nummer eins.

Renate Ortmanns-Möller
Dannenberg
Stadtratsmitglied der Grünen

Bearbeitet am: 13.09.2026/ad

www.ejtz.de

zurück zur Homepage