Für sauberes Trinkwasser in Lüchow-Dannenberg
Kooperation zieht positive Bilanz – Landwirtschaft und Wasserversorger setzen Zusammenarbeit fort
Lüchow-Dannenberg. Die Trinkwasserschutz-Kooperation Lüchow-Dannenberg hat jüngst bei einer Sitzung eine positive Bilanz gezogen. Vertreterinnen und Vertreter der Wasserversorgungsunternehmen, der Landwirtschaft sowie der Gewässerschutzberatung bewerteten die Ergebnisse des vergangenen Jahres und beschlossen einstimmig den Maßnahmenkatalog für Herbst 2026 und Frühjahr 2027, heißt es vom beteiligten Wasserverband Wendland-Höhbeck.

Bild: Eine Kooperation setzt sich für sauberes Trinkwasser in Lüchow-Dannenberg ein. Archivfoto: R. Groß
Die Wasserschutzkooperation Lüchow-Dannenberg ist Teil des landkreisübergreifenden Trinkwasserverbundes „Trinkwasserschutz Obere Elbe“. Die Verwaltung und Koordination erfolgt durch den Wasserbeschaffungsverband Harburg. Für die Gewässerschutzberatung vor Ort ist das Ingenieurbüro INGUS, vertreten durch Annette Menke und Verena Jalane, zuständig. Als regionale Trinkwasserversorger sind die Wasserverbände Wendland-Höhbeck und Dannenberg-Hitzacker zentrale Partner der Wasserschutzkooperation.
Gemeinsam mit landwirtschaftlichen Betrieben, den Fachbeatern und den Behörden setzten sich die Verbände seit Jahren für einen vorbeugenden Grundwasserschutz ein, heißt es. Ziel der Kooperation sei es, durch die Beratung und die Umsetzung von freiwilligen Flächenmaßnahmen, die über gesetzliche Vorgaben hinausgehen, den Eintrag von Nitrat und Pflanzenschutzmitteln ins Grundwasser zu minimieren und damit die hohe Qualität des Trinkwassers langfristig zu sichern.
Verena Jalane präsentierte die aktuellen Auswertungen von INGUS, die zeigten, dass sich die intensive Zusammenarbeit auszahle. Trotz einzelner Zielwertüberschreitungen bewegten sich die untersuchten Grundwasserwerte insgesamt auf einem grundwasserschonenden Niveau. Beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz betonte man, dass bereits die Sicherung dieses hohen Standards angesichts der zunehmenden Herausforderungen durch den Klimawandel, die intensive Landwirtschaft und die gesetzlichen Rahmenbedingungen ein Erfolg sei.
Ein wesentlicher Baustein blieben die freiwilligen Vereinbarungen mit landwirtschaftlichen Betrieben: In den vorigen Jahren seien mit durchschnittlich 30 Betrieben für eine Gesamtfläche von 850 Hektar vertragliche Vereinbarungen abgeschlossen worden – diese umfassten Begrünung, Fruchtfolgeänderungen, reduzierte Bodenbearbeitung, reduzierte Stickstoffdüngung und den Verzicht auf Pflanzenschutzmittel.
Kritisch sehe man die derzeit nicht ausreichende Finanzierung des kooperativen Trinkwasserschutzes. Nach Auffassung der Beteiligten sollte künftig ein größerer Anteil der Wasserentnahmegebühr wieder direkt in die Schutzmaßnahmen vor Ort fließen. Carsten Riebock, Geschäftsführer des Wasserverbandes Wendland-Höhbeck, betonte abschließend die Bedeutung der Partnerschaft aller Beteiligten: „Die sehr guten Ergebnisse zeigen, dass sich die enge Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft, Beratung und Wasserversorgung auszahlt. Unser gemeinsames Ziel ist es, die hervorragende Qualität unseres Grundwassers langfristig zu sichern und die Trinkwasserversorgung für die Menschen im Landkreis nachhaltig zu gewährleisten.“
ejz